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DER WARTBURGSTADT EISENACH e.V.

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Monats-Archive: Januar 2014

wandelhalle

Die Wandelhalle

Geschichte

1906 – Bau der Wandelhalle
Die Stadt Eisenach war seit Ende des 19. Jahrhunderts bestrebt, durch einen Kurbetrieb den Fremdenverkehr zu fördern. Um einen dauerhaften Betrieb einrichten zu können, entschloss man sich, am Rande des Karthausgartens – einer Parkanlage nach englischem Vorbild – alle erforderlichen Kureinrichtungen entstehen zu lassen. Mittelpunkt des Kurgeschehens sollte die Wandelhalle, eine offene Halle mit Musikpavillon, werden. Nach kurzer Bauzeit wurde im Juli 1906 die Wandelhalle feierlich eröffnet.
Wandelhallenneubau, im Hintergrund der imposante “Fürstenhof“ (Kurhotel) Baustelle Wandelhalle 1906 Großherzog Wilhelm Ernst zu Sachsen Weimar schreitet zur Eröffnung. Glücklicherweise kam er mit dem Automobil. Er mußte leider vorzeitig und eiligen Schrittes nach zu reichlichem Genuß des Heilwassers in Richtung Wartburg aufbrechen
Auf einer Postkarte wird die “Großherzogin Karolinen Quelle Eisenach“ gepriesen. Ihr Konterfei wurde gleich mitabgedruckt.

Vor dem Krieg – Kultur und Erholung
Dieser Veranstaltungsort zahlreicher Konzerte, möbliert mit weiß lackierten Holzbänken und Kübelpflanzen, gleichzeitig ein Ort der Kuranwendung, wird besonders bei schönem Wetter zum beliebten Treffpunkt der Eisenacher und ihrer Gäste. Der 1. Weltkrieg mit seinen nachfolgenden wirtschaftlichen Stagnationen macht viele Pläne zu Nichte – der Kurbetrieb wurde eingestellt. Der 2. Weltkrieg führt in seinem Ergebnis zu völlig neuen Gegebenheiten. Über alle schwierigen Zeiten hinweg bleibt dieses attraktive Gebäude in seiner exponierten Lage aber Konzert-, Versammlungs- und Veranstaltungsort der Eisenacher.

1973 – In den Siebzigern
Als Folge des Wandels unterbleibt die Bauunterhaltung. Ende der 60er Jahre entgeht die Wandelhalle aufgrund ihres schlechten Bauzustandes wie durch ein Wunder dem Abriss. Ja, sie wird sogar ein wenig saniert, erfährt dabei aber auch gravierende Veränderungen…
Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt der Kinosommer in der Wandelhalle. Scheinbar legendär ist der Kinoklassiker „Die gloreichen Sieben“, der als bleibendes Erlebnis bei vielen Eisenachern noch heute fortlebt.

Seit 1990 – Suche nach einem geeigneten Nutzungskonzept
Seit Anfang der neunziger Jahre lief die Suche nach einem tragbaren Nutzungskonzept. Diskutiert wurde u.a. ein Handwerkerhof, ein Automobilmuseum, eine Tourisinformationsstelle sowie weitere gewerbliche Nutzungen. Alle Vorhaben hätten der Umwandlung der Wandelhalle in einen sog. Warmbau, also eine geschlossene und heizbare Variante, bedurft.
In einem längerfristigen Diskussionsprozess mit engagierten Bürgern, Verbänden und Vereinen, exemplarisch seien hier der Eisenacher Verkehrsverein sowie der Gewerbeverein genannt,wurde für und wider möglicher Varianten besprochen. Am Ende stand eines fest: die Wandelhalle soll das bleiben, was sie nun fast ein Jahrhundert war, eine offene Halle mit saisonaler Nutzung für möglichst breitgefächerte kulturelle Angebote. Schon in den neunziger Jahren wurde das Fundament für die Stiftung Wandelhalle durch zahlreiche kleine und große Spenden gelegt. Sie sind heute bei der Stiftung in guten Händen.

2001 – Gründung der Stiftung Wandelhalle Eisenach
Am 9.9. 2001 ist es endlich soweit:
Durch Aufbringung des Stiftungsgründungskapital in Höhe von 100.000 DM durch fünf Zustifter (siehe Vorstand) geht die Wandelhallen-Stiftung treuhänderisch in die Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein.
Der Vorteil ist, dass keine eigene Stiftung gegründet werden muß. Ein Prozeß, der sich bis zur Genehmigung über Jahre hinziehen kann. Die Aufgabe der Stiftung ist zunächst, das unantastbare Stiftungskapital von mindestens 300.000 Euro zu akquirieren.Die Stadt Eisenach muß die Wandelhalle der Stiftung in sanierten Zustand übergeben. Erst wenn diese beide Bedingungen erfüllt sind, beginnt die eigentliche Aufgabe der Stiftung Wandelhalle, nämlich die Bewirtschaftung und Unterhaltung des Gebäudes. Die Stiftung sammelt also kein Geld für die Sanierung des Gebäudes, wie gelegentlich berichtet wird. Vielmehr ist es so, dass die Stiftung ja später von den Zinserträgen aus dem Stiftungskapital alle ihr übertragenen Aufgaben erfüllen soll. Deshalb gehen alle Spenden, Zustiftungen genannt, in das Stiftungskapital ein.

Juni 2004 – Sanierung der Wandelhalle beginnt
Im Juni 2004 begannen die Arbeiten zur Sanierung der Wandelhalle. In den ersten Bauabschnitten wurde der ehemalige Kioskeinbau aus DDR-Zeiten entfernt. Entsprechende Entkernungs- und Abrißarbeiten waren erforderlich. In der zweiten Phase wurde mit einem sog. Hochdruckinjektionsverfahren (HDI) der Baugrund der Wandelhalle punktuell verfestigt.Es hatte sich herausgestellt, dass gerade in den letzten 10 bis 15 Jahren die Wandelhalle stärkere Setzungserscheinungen zeigte. Mit dem HDI-Verfahren konnte kostengünstig und ohne größere Erdarbeiten der Prozess gestoppt werden.

Im nächsten Bauabschnitt wird nun eine Toilettenanlage in den Südflügel eingebaut. Endlich gibt es dann auch für Menschen mit Behinderungen einen adäquaten Zugang zu den Sanitäreinrichtungen. Die Arbeiten sollen im Herbst 2004 abgeschlossen werden.
Erfreulich ist, dass das Sommerprogramm in der Wandelhalle durch die Bauarbeiten nur unmaßgeblich beeinträchtigt wurde und somit die saisonale Nutzung weitergehen konnte.

Juli 2006 – Jahrhundertfotos – Wandelhalle im Wechsel der Zeiten
Am 8.7.1906 wurde die Trink-und Wandelhalle Eisenach im Beisein des Großherzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar feierlich eröffnet und ihrer Bestimmung, das Kurwesen in Eisenach zu beleben, übergeben.
Wie sich die Eröffnung zugetragen haben mag, beschreibt Herrmann Nebe, damaliger Burghauptmann der Wartburg, in seiner Erzählung „Der Ehrentrunk“. Wir haben diese Erzählung unter dem Buttom „Aktuelles“ für Sie abgedruckt. Sie ist auch in der Festschrift „100 Jahre Wandelhalle“ niedergeschrieben, die Sie über uns beziehen können.

Im Vorfeld zu diesem Jubiläum hatten wir dazu aufgerufen, uns möglichst noch unbekannte historische Fotos von der Wandelhalle zur Verfügung zustellen. An dieser Stelle allen ein herzliches Dankeschön, die uns Bilder zukommen ließen. Hier folgt nun ein Ausschnitt dessen, was wir zusammentragen konnten.

Bilder und Informationen vom Sanierungsfortschritt anno 2006 sehen Sie unter dem Buttom „Bauwerk – Sanierung“.
Blick vom Hotel “Fürstenhof“ auf die noch im Bau befindliche Wandelhalle. Gut erkennbar im oberen Bilddrittel die noch weitestgehend unbebaute Beethovenstraße. (Frühjahr 1906) organisch öffnet sich die Wandelhalle in den noch unmittelbar anschließenden Kartausgarten (um 1920) Innenansicht Langhaus (um 1920)
Kurkonzert (um 1920) Kurbetrieb um 1920 – gut erkennbar die Markisen und die Holzbalustraden zur Abgrenzung der Bühne. Kurbetrieb um 1920
Dieses Foto, das aus der Nachkriegszeit stammt, zeigt, dass der Brunnen , welcher sich hinter dem Zaun befand, vermutlich schon entfernt worden ist. Detailansicht (um 1920) Grüße vom Kur- und Mineralbad Eisenach. Diese wunderschöne Postkarte im Jugensstil erklärt dem Empfänger die Vorzüge der Eisenacher Heilquelle : Anwendung bei “Gicht, Zucker, Fettleibigkeit und Frauenleiden“. Auch Versand des Wassers ist möglich.
Winterlandschaft um 1910 (Bild links oben: die “Eisenacher Burg“ ist noch gut einsehbar) um 1980

Juli 2006 – Jahrhundertfotos – Die Versorgung der Gäste
„Ein Problem, das nie ganz gelöst wurde, war die Versorgung der Gäste mit Imbiss und Getränken. Seit 1928 gab es im Kartausgarten, nahe der Halle ein kleines hölzernes Kaffeehäuschen, betrieben von Alma Hoßfeld und ihrer Tochter Gertrud. Deren Antrag aus dem Jahr 1951, weiterhin wie bisher auch Spirituosen ausschänken zu dürfen, wurde mit dem Hinweis darauf,dass es sich bei der Wandelhalle um eine Kulturstätte handele, endgültig abgelehnt. Vieleicht führte das zum Schrittweisen Niedergang dieser Kleinwirtschaft…“ (Zitat Festschrit „100 Jahre Wandelhalle“, S.13)
gemütliche Kaffeerunde bei Alma Hoßfeld “Familienausflug“ (die Väter sind vermutlich schon im Krieg), im Hintergrund der Musikpavillion Alma Hoßfeld vor ihrem Kaffeehäuschen, hier war später die Großschachfläche
Blick auf’s Kaffeehäuschen, auf der rechten Bildseite ist der Toiletteneinbau erkennbar.
das letzte Foto des Ausflugslokals Anfang der 1950iger Jahre – 1974 erfolgte dann der Kiosk- und Imbisseinbau in den Südflügel der Wandelhalle Auf diesem Foto aus den 1970iger Jahren ist der Einbau des Kiosk im Südflügel, der nur zu Veranstaltungen geöffnet wurde, deutlich erkennbar.

Juli 2006 – Jahrhundertfotos – Gartenausstellung 1951
1951 fand in der Wandelhalle ein für die Zeit üppig ausgestaltete Gartenausstellung statt. Nährer Hintergründe sind nicht bekannt. Schon damals die Forderung: „lebenslanges Lernen“
Die Wandelhalle beherbergt eine Gartenaustellung, die sechs Jahre nach Kriegsende so etwas wie Normalität aufkommen lassen soll. Kleingärten standen bei den Besuchern vermutlich hoch im Kurs insbesondere zur Eigenversorgung mit Obst und Gemüse. Die Wandelhalle wurde über die Jahrzehnte immer wieder gern auch als Austellungshalle genutzt. Auf dem Foto sieht man, dass sie sich hierfür hervorragend eignet. Insignien des SED Apparates : “Junge Pioniere“ “Freier Deutscher Gewerkschaftsbund“ “Freie Deutsche Jugend“ auf Krepp. Parole: “Lernen, lernen nochmals lernen“ (Lenin?)
Wohndesign a la 1951 Wohndesign a la 1951 Wohndesign a la 1951
Auf diesem Foto wird der erste “5-Jahrplan“ der DDR bejubelt, der “8.“ besiegelte den wirtschaftlichen Ruin Besucher der Gartenausstellung im Vordergrund eine Bude, in der möglicherweise Eintrittskarten verkauft werden. Dominant die Litfaßsäule vor dem Süd-Portal mit großflächiger unbekannter Werbung. Ein Pionier (links unten) mit dem obligatorischen blauen Halstuch
Interessantes Detail: die Eingangstür an der Westseite (südl. Seitenflügel), die später bei Einbau der Kioskräume einer geschmacklosen Holztür mit vorgesetztem Eisengitter weichen mußte.

Juli 2006 – Jahrhundertfotos – Die Umgestaltung der Außenflächen in den 70igerJahren
Die Umgestaltung der Außenflächen erfolgte Mitte der 1970iger Jahre. Mauern und Hochbeete gaben der Anlage ein verändertes Aussehen. Die Bespielbarkeit in den Sommermonaten wurde durch die zusätzlich geschaffene Bühne deutlich verbessert und wird bis heute gerne genutzt. Die Einbauten stehen als Zeugnisse typischer Gartenarchitektur der 70iger Jahre unter Denkmalschutz.
Baustellenschild des “VEB Stadtwirtschaft“ – heute Stadtwirtschaft GmbH Schwere Technik im Einsatz Bau einer Stützmauer – im Bildhintergrund ist der neuerrichtete Autopavillion zu erkennen.
Blick auf die bepflanzten Hochbeete Der Eingang von der Parkseite her wurde ebenfalls neugestaltet.

Juli 2006 – Jahrhundertfotos – Das Wartburgensemble
Das Wartburgensemble war über Jahrzehnte ein Garant für Veranstaltungen auf volkskünstlerischem und artistisch hohem Niveau.Die Wandelhalle war als saisonaler Spielort immer im Programm. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

Weitere Informationen zur Wandelhalle finden Sie hier: www.wandelhalle-eisenach.de

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